Zwischen Rucksack, Pfoten und Büchern
Vor dem Camino ist mitten im Abenteuer 🥾🐾
Die Vorbereitungen laufen – und plötzlich ist die Zeit knapp.
Während auf unserer Website gerade alles neu entstanden ist, laufen bei uns zu Hause die Vorbereitungen für den nächsten Camino auf Hochtouren. Rucksack packen, Ausrüstung prüfen, letzte Dinge besorgen und überlegen, was wirklich mit muss und was zu Hause bleiben kann.
Diesmal geht es wieder mit Zelt und Rucksack los. Und natürlich ist Benji dabei. Für uns gehört diese Art des Pilgerns einfach dazu: frei und unabhängig unterwegs sein, jeden Tag neu entscheiden, wie weit die Pfoten noch tragen und wo wir am Abend unser Zelt aufschlagen.
Auch die Bücher machen Pause.
Eigentlich sprudeln bei mir gerade die Ideen für neue Benji-Geschichten. Ein paar Projekte sind schon fertig, andere sind in Arbeit und wieder andere warten geduldig darauf, irgendwann aus meinem Notizbuch in ein richtiges Buch zu werden.
Aber jetzt heißt es erst einmal: Bücher zu, Rucksack auf! 😄
Die Arbeit an den nächsten Geschichten pausiert während unserer Reise. Denn der Camino selbst ist schließlich die beste Quelle für neue Geschichten.
Wer weiß, was uns unterwegs alles begegnet?
Vielleicht ein besonderer Ort, eine lustige Begegnung, ein verrücktes Missverständnis oder natürlich wieder jede Menge Situationen mit Benji. Die schönsten Geschichten lassen sich sowieso nicht planen.
Wir sammeln neues Material
Diesmal möchte ich nicht nur Kilometer sammeln, sondern auch Geschichten, Eindrücke und Erinnerungen.
Ich werde unterwegs Fotos machen, kleine Begebenheiten festhalten und mir immer wieder Notizen machen. Vielleicht entsteht daraus später eine neue Geschichte, vielleicht sogar ein neues Buch.
Und natürlich wird Benji wieder kräftig mitmischen. 🐶
Was genau daraus entsteht, weiß ich heute noch nicht. Aber genau das macht es spannend.
Jetzt heißt es erst einmal: vorbereiten, loslaufen und schauen, was der Weg für uns bereithält.
Der Weg ist das Ziel – Schritt für Schritt, Pfote für Pfote. 🐾
Und vielleicht gibt es hier schon bald die ersten Geschichten direkt vom Camino.
Es geht los!
Endlich ist es soweit: Unser Camino-Abenteuer beginnt! 🥾🐾
Mit der Bahn geht es heute von Hamburg aus Richtung Süden. Unser erster großer Zwischenstopp ist Offenburg, bevor wir weiter nach Paris fahren.
In Paris heißt es dann: raus aus dem Zug und hinein in die Metro. Wir müssen vom Bahnhof zum Gare Montparnasse – hoffentlich finden wir uns im Pariser U-Bahn-Dschungel gut zurecht. 😉
Von dort geht es weiter nach Bayonne. Und dort wartet noch ein letztes Mal Umsteigen auf uns: in den kleinen Zug, der uns schließlich nach Saint-Jean-Pied-de-Port bringt.
Dann haben wir unser Ziel für die Anreise erreicht – und am nächsten Morgen heißt es endlich:
Rucksack auf, Pfoten auf den Weg und los auf den Camino Francés! ❤️🥾🐾
Nach unserem ersten Camino im Jahr 2019 freuen wir uns riesig darauf, wieder unterwegs zu sein. Diesmal wartet ein neues Abenteuer auf uns, mit vielen Kilometern, neuen Begegnungen, hoffentlich ganz vielen schönen Momenten und natürlich jeder Menge Geschichten, die wir mit nach Hause bringen.
Buen Camino! 🌿✨
22 Wandertage später – wir sind in León
Als ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe, waren wir noch gar nicht richtig auf dem Camino. Ich hatte von den Vorbereitungen erzählt, vom Packen, von der Anreise und von all den Gedanken, die einem vor so einer langen Reise durch den Kopf gehen.
Und jetzt?
Jetzt sind wir schon seit 22 Wandertagen unterwegs und haben León erreicht.
Wenn ich das so schreibe, kann ich es selbst kaum glauben.
Benji und ich sind inzwischen richtig im Camino-Rhythmus angekommen. Unser Zuhause ist meistens unser kleines Zelt. Abends wird es aufgebaut, Schlafsack und Isomatte werden ausgerollt und irgendwann liegen wir müde darin und hören, wie draußen langsam Ruhe einkehrt.
Und morgens klingelt der Wecker oft zu einer Uhrzeit, bei der normale Menschen wahrscheinlich noch nicht einmal daran denken aufzustehen. 😄
Wir gehen häufig im Dunkeln los.
Gerade wenn es tagsüber heiß werden soll, ist der frühe Start für uns die beste Lösung. Stirnlampe an, Rucksack auf, Benji an die Leine – und dann geht es hinaus in die noch dunkle Landschaft.
Die ersten Kilometer gehören dann uns.
Langsam wird es heller, irgendwo beginnt ein Vogel zu zwitschern und irgendwann geht die Sonne auf. Das sind Momente, die man wahrscheinlich nur erlebt, wenn man zu Fuß unterwegs ist.
Und natürlich läuft nicht jeder Tag so romantisch ab. 😉
Es gibt staubige Wege, endlose Schotterpisten, Hitze, müde Beine und Momente, in denen der Rucksack gefühlt mit jedem Kilometer schwerer wird. Manchmal fragt man sich durchaus: Warum mache ich das eigentlich freiwillig?
Aber dann kommt wieder ein schöner Weg, eine tolle Landschaft, eine nette Begegnung oder einfach dieser Moment, in dem man merkt: Wir sind wieder ein Stück weitergekommen.
Und Benji?
Der kleine Pilgerhund macht natürlich alles mit. Wobei er morgens durchaus der Meinung ist, dass ein Start vor Sonnenaufgang völlig überbewertet wird. 😂
Wenn ich im Dunkeln anfange, unsere Sachen zusammenzupacken, schaut er mich manchmal an, als wollte er sagen: Das kann jetzt nicht dein Ernst sein.
Aber sobald wir unterwegs sind, ist die Welt wieder in Ordnung.
Und dann kam León
Nach 22 Wandertagen haben wir nun León erreicht.
Die Kathedrale vor uns zu sehen, war ein besonderer Moment. Nicht nur, weil sie beeindruckend ist, sondern weil sie uns wieder einmal gezeigt hat, wie weit wir inzwischen gekommen sind.
Und diesmal haben wir uns etwas gegönnt:
Kein Zelt. Kein Schlafsack. Keine Isomatte.
In León haben wir uns ein Zimmer genommen. 🥰
Eine richtige Dusche, ein richtiges Bett und einfach einmal die Tür hinter sich zumachen – nach 22 Wandertagen fühlt sich so etwas plötzlich wie purer Luxus an.
Jetzt können wir ein bisschen durchschnaufen, die vergangenen Wochen Revue passieren lassen und neue Kraft sammeln.
Denn natürlich sind wir noch nicht am Ziel.
Noch ungefähr 300 Kilometer bis Santiago de Compostela.
Am Anfang hätte ich mir kaum vorstellen können, diese Entfernung zu Fuß zurückzulegen. Heute weiß ich: Man darf einfach nicht über die gesamte Strecke nachdenken.
Man geht den nächsten Kilometer.
Den nächsten Wegweiser.
Den nächsten Ort.
Schritt für Schritt. Pfote für Pfote.
Und irgendwann steht man tatsächlich in León und stellt fest:
Wir sind schon verdammt weit gekommen. ❤️🐾
Aber Santiago wartet noch auf uns.
Und deshalb geht es bald weiter.
Benji und ich – immer weiter Richtung Santiago. 🥾🐾
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